Aktuelles
Wer im Vorfelde die aktuelle Tagesordnung eingesehen hat, konnte sich auf eine sehr lange und hochemotionale Sitzung des Ratekauer UNEBs einstellen. Und so ist es auch geschehen:
Unter dem Punkt Bekanntmachungen stellte der Bürgermeister (BM) als erstes ein Kuriosum zur Festen Fehmarnbeltquerung vor. Die alte, fast historische Bahnbrücke an der Sereetzer Straße an der Grenze Sereetz und Bad Schwartau wird in die Liegenschaft unserer Gemeinde geschoben, obwohl sie zu Bad Schwartau zählt, die darunterliegende Straße ist herrenlos. Es wurde eine Planungszeichnung der neuen Brücke vorgestellt, die im Vergleich zur alten sehr massiv ausfällt. Die Konsequenzen des Neubaus wurden vom BM kommentiert: durch den Gleistrog, der vom Bhf Bad Schwartau langsam ansteigend Richtung Ratekau verläuft, muss die Straße unterhalb der Gleise um 3-4m abgesenkt werden!
Der BM erhielt aus die Kiel die Freigabe für die Sanierung des Radweges an der L 219 zwischen Ratekau und Sereetz. Die Gemeinde soll den Radweg planen, Kiel wird zahlen. Trotz der Vermutung, dass die Sanierung der Fahrbahndecke nicht so schnell erfolgen wird, will die Gemeinde den Radweg erneuern.
Herr Keller gab bekannt, wo und wann geplante Vollsperrungen aufgrund von Baumaßnahmen den Verkehr in naher Zukunft in der Gemeinde beeinträchtigen werden.
Die Windparks in der Ostgemeinde und in Rohlsdorf sind in Betrieb genommen worden.
Nach einem Gespräch zwischen dem Sereetzer Dorfvorstand, BM und der Verwaltung wird die Umsetzung der Neugestaltung des Ehrenmals gestoppt. Es werden dort keine Veranstaltungen mehr stattfinden. Trotz aller Überlegungen ist dieser Veranstaltungsort, trotz Sicherungsmaßnahmen, einfach zu gefährlich. Es wird nach einem neuen Ort gesucht. Die Fraktionen zeigten sich enttäuscht, dennoch einsichtig. Sicherheit geht vor. Der BM empfiehlt grundsätzlich die Ortsdurchfahrt inklusive dem Platz neu zu planen und gestalterisch wirksam zu werden.
Mit Herrn Borchers (Prokom) werden die Stellungnahmen der angeschriebenen Behörden für das FFW-Haus in Offendorf vorgestellt. Die beiden Beschlüsse zum FFW-Haus werden einstimmig positiv und ohne Enthaltungen abgestimmt.
In Sereetz möchte sich ein Gewerbebetrieb vergrößern und auf eigenem Grundstück eine Lagerhalle bauen. Dieses Vorhaben sorgt in Sereetz und besonders bei den direkten Nachbarn für viel Ärger. Der Bauherr stellt sich und sein Vorhaben vor. Zwei Anwohner (Herr Braune und Herr Pirrwitz) machen deutlich, dass sie und die Dorfschaft im Allgemeinen arg gebeutelt sind, hier sind nur BAB, 380KV und FBQ zu nennen. Sie sorgen sich um das zu opfernde Biotop, den zusätzlichen Lärm, das störende Bauwerk, …
Der BM zeigte Verständnis für die Anwohner, versuchte aber auch Rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung eines Betriebes zu schaffen. Die Anwohner argumentierten zunehmend emotional. Das Biotop erscheint ihnen als sehr wertvoll und schützenswert. Der BM verliest die Stellungnahme des Kreises: die Planung kann fortgeführt werden, es können Ersatzflächen gefunden werden. Das stärkste Argument ist jedoch, dass das Biotop aufgrund seiner Größe und der sehr isolierten Lagen in naher Zukunft seinen Schutzcharakter verlieren werden wird. Herr Meyer-Sach beendet die Diskussion und lässt die Fraktionssprecher zu Wort. Die SPD spricht sich gegen dieses Vorhaben aus, auch die Grünen, obwohl sie weniger das Biotop als die Erholungsqualität (P. Einfeld) im Vordergrund sehen. CDU, FDP und BFG stimmen zu, wobei die BFG den B-Plan an diverse Bedingungen wie Begrünung der Halle und zusätzlicher Lärmschutz (Knick?) knüpft. Einzelheiten hierzu müssen noch festgelegt werden.
| Dafür |
9 |
| Dagegen | 4 |
| Enthaltung | 0 |
Nun folgt das nächste Bauvorhaben. Ein Gewerbetreibender / Golfplatz in Warnsdorf bittet um die Erlaubnis eine Fahrzeughalle mit Sozialtrakt zu bauen. Diese Anfrage ist sehr kurzfristig auf die Tagesordnung gekommen. Die Bürgerinnen und Bürger des Dorfes konnten in einer Dorfschaftsversammlung darüber noch nicht informiert werden, dennoch argumentierten sie emotional und hitzig. Herr Ritter, als Manager des Golfparks, stellt die Problematik dar und begründete, dass ihn arbeitsschutzrechtliche Vorgaben zum Handeln und zur Änderung zwingen. Frau Harnack (BFG) stellte den Antrag auf Vertagung mit der Bitte, ob sich nicht ein alternativer Bauplatz finden lasse. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.
Der Antrag auf Nutzungsänderung im Altgebäude des Golfplatzes Warnsdorf wurde einstimmig angenommen. Hier gab es jedoch noch einen Hinweis von Frau Dr. Reimer, dass es ja Platz auf dem Gelände gäbe um zumindest die Sozialräume der zukünftigen Fahrzeughalle dort unterzubringen.
In Pansdorf werden zwei Gewerbebetriebe zusammengelegt. Als Folge soll die Brecheranlage im Voßbarg an den Hauptstandort in die Sarkwitzer Str. wechseln. Der Betreiber stellt sein Vorhaben vor und macht deutlich, dass er bereits bei der aktuell laufenden Siebanlage schon auf gute Nachbarschaft achtet. Frau Harnack (BFG) spricht den Standort der Brecheranlage, geregelte Zeiten vom Brechen von Bauschutt an, um den Nachbarn Schutz und Sicherheiten zu liefern. Der Antrag auf den Umzug der Brecheranlage in die Sarkwitzer Straße wird einstimmig angenommen, wobei die Immissionsschutzrichtlinie zu beachten ist.
In der Blüchereiche in Ratekau sollen Bäume mit sog. Pflanzinseln gesetzt werden. Die Baumaßnahmen in der gesamten Straße neigen sich dem Ende zu, im Herbst soll gepflanzt werden. Nach einer Anliegerversammlung mit BürgerInnenbeteiligung konnten AnwohnerInnen ihre Bedenken über die Pflanzorte angeben. Die Verwaltung hat zum Teil darauf Rücksicht genommen. Auf Bitten eines älteren Paares wird der Standort eines Baumes noch einmal geprüft. Frau Harnack merkt an, dass der Baum Nr. 11 die Einfahrt in die Blüchereiche in Richtung Bad Schwartau sehr beinträchtig. Der BM wird sich diese Situation vor Ort ansehen. Frau Harnack merkt weiter an, dass Baum Nr. 13 die AnwohnerInnen beim Rangieren mit Gespannen beeinträchtigt. Frau Baumann argumentiert, dass der Planer diese Gefahr dort nicht sieht. Die Abstimmung des Antrags liest sich wie folgt:
|
Dafür |
10 |
|
Dagegen |
- |
|
Enthaltung |
3 |
Es folgen drei Anträge der Fraktion Bündnis90/Die Grünen. Herr Einfeld bittet um einen regelmäßigen Energiebericht durch Herrn Herrberger. Dieser stellt die Probleme der vergangenen Jahre sowie die Leistung der Abteilung in Vorbereitung auf einen besseren Umgang. Der Antrag wird einstimmig angenommen.
Die verpachteten Dächer der eigenen Liegenschaften für PV-Anlagen sollen zukünftig selbst genutzt werden. Herr Herrberger berichtet über die Pachtverträge der gemeindeeigenen Dächer für PV-Anlagen. Er schlägt vor, dass die Pächter in naher Zukunft angeschrieben werden, um sich zu erkundigen, was nach der Pachtzeit passiert. Der Antrag wird einstimmig angenommen.
Die Radweg-Situation in Häven ist gefährlich, da ab Bushaltestelle Ortsmitte in Richtung Warnsdorf der Radweg ansteigt und ein barrierefreies Erreichen aufgrund des unterschiedlichen Bodenniveaus, des Knicks und eines Grabens nicht gewährleistet werden kann. Die Fraktion bittet um Piktogramme als Hinweis für Autofahrende. Es handelt sich um eine Kreisstraße, sodass die Umsetzung schwierig werden wird. Trotzdem soll die Verwaltung anfragen. Der Antrag wird einstimmig angenommen.
Unter dem Punkt Verschiedenes wird von Herrn Drews der Dank der BürgerInnen für den Zaun in der Straße Packan übermittelt. Herr Pieper informiert über den Bau einer neuen Feuerwehr und eines LIDL in Scharbeutz und sorgt sich um den Pansdorfer EDEKA. Herr Schell informiert über den Stromausfall in Warnsdorf nach dem Umsetzen einer Laterne in der Ringstraße. Frau Baumann erklärt den Vorfall.
Dina Freitag 12.06.26
Gaby Braune begrüßte die Gäste und stellte die Beschlussfähigkeit fest.
Zur Einwohnerfragestunde gab es keine Anfragen und auch zum Protokoll der letzten Sitzung gab es keine Fragen.
Der Bürgermeister berichtete, dass der Umzug von der Tafel- Bad Schwartau noch nicht vollzogen ist, aber es einen naheliegenden Termin gibt. Er stellte in Aussicht, dass eine der nächsten Sitzungen des Ausschusses Soziales Kultur und Seniorenangelegenheiten dann dort stattfinden sollte.
Des weiteren gab er weitere Termine bekannt:
20. Juni Jubiläum der Schmetterlingsflügel in Pansdorf
20. Juni Dorffest in Ratekau
Konzert zum 40.igsten Jubiläum „Förderverein Ratekau“ am 26. Juni in der Feldsteinkirche
Zu den Migrationsangelegenheiten gab es neue Informationen zur Bezahlkarte, die ab dem 1.06. 2026 ausgegeben worden. Die Freischaltung und Registrierung sind mit einem sehr hohem zeitlichem Aufwand verbunden.
Das neue übergeordnete Integrationskonzept der Gemeinde Ratekau ist eingeführt worden. Aktuelle Informationen zu den Ansprechpartnern und zu den Mitarbeitern stellt die Gemeinde zentral auf der offiziellen Migrationsseite der Gemeinde Ratekau bereit.
Der Seniorenrat berichtete, dass Roswitha Friedrichsen zurückgetreten ist und als Nachfolger Reinhard Rausch benannt wurde. Des weiteren wird in Zusammenarbeit mit der CKS ein Handy und PC-Kurs in der CKS angeboten. Begleitet und unterstützt wird das Angebot von Herrn Ritter, Lehrer an der CKS und einigen Schülern der CKS. Teilnehmen können alle Altersgruppen.
Termin ist vorerst immer freitags um 11:45Uhr in der CKS. Weitere Informationen gibt der Seniorenratsvorsitzende Herr Uwe Daude, Telefon: 0176 3873 8273. Des weiteren wurde durch den Sicherheitsberater Thomas Kiesdorf auf Gefahren des Internets und am Telefon hingewiesen. Er bietet Informationsveranstaltungen, unterstützt durch die Bürgerstiftung und Polizei, an.
Erreichbar ist Herr Käsdorf unter der Handynummer: 0157 7774 7714 oder Telefon: 0451 - 1311400
Die Behindertenbeaufttragte Frau Wölk berichtet über wichtige Neuerungen der Gemeinde. Die neue Homepage der Gemeinde Ratekau ist jetzt vollständig barrierefrei und wesentliche Informationen werden in leichter Sprache übersetzt. Gut angenommen werden auch ihre Sprechstunden, die regelmäßig stattfinden.
Gabriele Priedemann 08.06.26
Immer wieder und seit Jahren wird die Sanierung des Radweges von Ratekau nach Sereetz von Politik, Verwaltung und Bürger_innen gefordert. Immer wieder hat das Land abgewinkt. Nun sind wir einen großen Schritt weiter. Das Land hat der Gemeinde zugestanden, die Maßnahme zu koordinieren und durchzuführen bei voller Erstattung der Kosten.
Auch wenn wir viele Baumaßnahmen in unserer Gemeinde haben, werden wir uns diese Chance nicht entgehen lassen. Die BFG wird sich für die Umsetzung bzw. Sanierung des Radweges von Ratekau nach Sereetz durch die Gemeinde aussprechen.
Corina Harnack 27.05.26
Die Erweiterung der ev. Kita in Ratekau hat endlich begonnen und auch die Sanierung der Sporthalle in Pansdorf schreitet voran. Der Wunsch nach einem Kunstrasenplatz in Ratekau ist nachvollziehbar und wäre finanziell mit 1 Mill. Euro eine große Maßnahme. Alle sind sich einig, dass es sinnvoll und wünschenswert wäre, wenn es diese Maßnahme mit einem Förderprogramm umgesetzt werden könnte. Hierzu sollen demnächst Gespräche stattfinden.
Die Leitung der Gemeindebücherei hat sich und ihr Konzept vorgestellt. Die Öffentlichkeitsarbeit soll verbessert und auch endlich eine Beschilderung / Wegweiser an der Bäderstraße aufgestellt werden. Die BFG hat noch einmal darauf hingewiesen, dass viele Bürger_innen gar nicht wissen, dass wir in unserer Gemeinde eine öffentliche Bücherei haben. Hierzu muss auch die Darstellung im Internet verbessert werden.
Aufgrund der Einführung des Rechtsanspruchs zur Ganztagsbetreuung an den Grundschulen wurde der Vertrag mit dem Kinderschutzbund angepasst und beschlossen. Leider hat die Gemeinde noch keine Förderbescheide für die Umbaumaßnahmen zum Ganztag an den drei Grundschulen erhalten, obwohl das Land diese schon längst erteilt haben wollte.
Die Planung "Umgestaltung Spielplatz Stargarder Straße in Pansdorf" ist leider noch nicht soweit, wie wir uns das vorgestellt haben. Daran werden wir nun noch einmal intensiv arbeiten und der Verwaltung Vorschläge machen. Gerne nehmen wir auch Ideen bzw. Vorschläge hierzu entgegen.
Corina Harnack 27.05.26
Unserem Antrag auf Markierung und Einfärbung einer Querungsfurt des Radweges beim Betonsteinwerk / Baumarkt Bremer in Luschendorf wurde stattgegeben. Der Kreis hat zugestimmt und wird dem LBV mit der Ausführung beauftragen. Wir freuen uns, einen kleinen Schritt zur Verbesserung des Radverkehrs erreicht zu haben, hoffen auf eine zügige Umsetzung und werden weiter an dem Thema dranbleiben. Gerne können sie auch uns Gefahrstellen oder Verbesserungsmöglichkeiten mitteilen.
Corina Harnack 06.05.26
