Aktuelles

Fehmarnbelttunnel und Schienentrasse

Den Fehmarnbelttunnel verhindern und gleichzeitig an der Ausgestaltung der Schienentrasse mitarbeiten - geht das?

Das geht nicht nur, es ist absolut notwendig dies zu tun, denn jetzt laufen die Planverfahren, die die Durchführung beider Projekte festlegen.

Die Gemeinde Ratekau ist mit Mehrheitsbeschluss den BELTRETTERN beigetreten. Das ist die konsequente Folge des ebenfalls mehrheitlichen Gemeindebeschluss, mit dem sich Ratekau gegen den Bau der Festen Fehmarnbeltquerung ausgesprochen hat.

Die BELTRETTER kämpfen gegen den Bau des Tunnels durch den Fehmarnbelt. Sie kämpfen nicht gegen die Schienenanbindung. Das wäre auch überflüssig, denn wenn der Tunnel nicht gebaut wird, wird auch die Schienentrasse nicht benötigt. Wenn der Tunnel doch gebaut werden sollte, muss zum Schutz der Bürger_innen in jedem Fall auch die Schienentrasse realisiert werden. Dies ist ein wesentlicher Punkt, der oft übersehen wird.

Dabei ist es sehr wichtig, hier zu unterscheiden. Neben den Planungen der Dänen zum Bau des Tunnels ist auch die DB AG mitten in den Arbeiten für die Realisierung der 88 km langen Schienentrasse, die zu einem großen Teil auf neuer Strecke gebaut werden soll. Um die Interessen der Bürger_innen der Gemeinde Ratekau in den Gremien, die für die Bürgerbeteiligung eingerichtet wurden, wirksam zu vertreten, sind Bürgermeister Thomas Keller im Dialogforum, Projektbeirat und in den Runden Tischen; Corina Harnack, die Fraktionssprecherin der BFG, im Runden Tisch SÜd 2 und im Projektbeirat; sowie eine Vertreterin der Bürgerinitiative Ratekau-wehrt-sich im Runden Tisch Süd 2 vertreten. In den Runden Tischen wurden Kernforderungen aufgestellt, die von allen betroffenen Gemeinden vertreten werden, ergänzt um individuelle Forderungen einer jeden einzelnen Gemeinde/Stadt. Dieser Katalog ist es, der unter anderem übergesetzliche Lärmschutzmaßnahmen für alle Betroffenen fordert und über den Projektbeirat in Berlin und Kiel vorgelegt wird. Dies sind die drei maßgeblichen Gremien der Bürgerbeteiligung für alle Themen, die mit dem Bau der Hinterlandanbindung zur Festen Fehmarnbeltquerung zu tun haben. Das muss man wissen, wenn man für die von Schienenlärm und Erschütterungen betroffenen Menschen etwas erreichen will.

Kerstin Fischer- April 2017

Suche nach einem Standort für den Jugendtreff Pansdorf

In der Sitzung der Gemeindevertretung wurde nun der Umzug des Jugentreffs Pansdorf in die ehemaligen Gebäude der IGS als vorübergehende Lösung beschlossen. Damit ist der Weg frei für dringend benötigte Krippenplätze in Pansdorf.

Aufgrund eines Antrages der BFG, der nach Geprächen zu einem gemeinsamen Antrag mit der SPD wurde, hat die Gemeindevertretung gegen die Stimmen von Bündnis90/Die Grünen beschlossen, über den entgültigen Standort sowie über die Art der Räumlichkeiten nicht an dem Abend sondern erst im Ausschuss für Kinder, Jugend, Schule und Sport unter Beteiligung der Jugendlichen, der Dorfschaft, des Dorfvorstandes und des Ortskartells zu entscheiden.

So werden alle Beteiligten eingebunden und es kann nach einer gemeinsamen Lösung gesucht werden.

Corina Harnack  April 2017

Timmendorf kippt die Pläne für Bahnhof mit Ratekau

Die Gemeinde Timmendorfer Strand befindet sich im Dilemma: sie hat zwar erreicht, dass die Schienenhinterlandanbindung parallel zur Autobahn geplant wird, damit wird sie aber den vorhandenen Intercityhaltepunkt und den Anschluss an den Schienenverkehr verlieren und die Trasse läuft nicht mehr auf dem Timmendorfer Gemeindegebiet.

Wohin also mit dem Bahnhof? Zu den Nachbarn: Aber nicht zu dem möglichen und auch von Ratekau gewollten Bahnhof in Ratekau. Timmendorfer Strand will einen EIGENEN Bahnhof auf dem Ratekauer Gemeindegebiet in Neuhof.

Es gäbe dann in 5 Kilometer Abstand zwei Bahnhöfe in der Gemeinde Ratekau, einen für den Nah- und einen für den Fernverkehr! Was für eine LAnd- und Geldverschwendung.

Timmendorf muss sich die Frage gefallen lassen, on ein 3 km entfernter Bahnhof wirklich "zu Fuß am besten" erreichbar ist. Wenn die Fußläufigkeit ein wichtiges Kriterium ist, hätte Timmendorfer Strand auf die Verlegung der Schienentrasse auf Ratekauer Gemeindegebiet verzichten sollen.

Selbstverständlich würden neben dem Schienennahverkehr auch die IC-Fernzüge in einem gemeinsamen Bahnhof Ratekau halten und zusätzlich gäbe eseine verbesserte Anbindung an die Küste mit dem ÖPNV. Ich in mir sicher für die Planung eines solchen gemeinsamen Bahnhofes stehen in Ratekau alle Türen für eine Zusammenarbeit mit der Gemeinde Timmendorfer Strand offen.

Dr. Isabel Harling  April 2017

Windkraft und Bürgerbeteiligung

Derzeit werden im Land Schleswig-Holstein die Regionalpläne zur Windkraft neu aufgestellt und es findet das Beteiligungsverfahren für Bürgerinnen und Bürger statt. Dieses Verfahren läuft bis zum 30. Juni 2017.

In dem Entwurf ist unter anderem auch eine Fläche für Windkraft in der Ostgemeinde / Grammersdorf / Ovendorf / Warnsdorf vorgesehen.

Die Gemeindevertretung hatte für dieses Gebiet einen Bebauungsplan aufgestellt und auch eine Veränderungssperre erlassen, da alle die Entwiclklung der weiteren Planungen des Landes abwarten wollten.

Nun wurde in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Natur, Energie und Bauen mit den Stimmen der CDU, SPD und Bündnis 90 / Die Grünen beschlossen, diesen Bebauungsplan und die damit verknüpfte Veränderungssperre aufzuheben. Das bedeutet, dass der Investor vor Abschluss des Beteiligungsverfahren einen Antrag auf Errichtung von Windkraftanlagen stellen kann.

Damit wird nach unserer Meinung die Bürgerbeteiligung mit Füßen getreten. Wie kann ein Vorhaben angeschoben werden, wenn noch die Möglichkeit der Beteiligung seitens der Bürgerinnen und Bürger besteht. So wird Politikverdrossenheit gefördert.

März 2017

Wohin mit dem Jugendtreff in Pansdorf?

Die BFG befindet sich in der Diskussion zur Schaffung neuer Krippen- und Kindergartenplätze in Pansdorf. Diese Plätze werden dringend benötigt. Es gibt einen Rechtsanspruch auf diese Plätze seitens der Eltern. Notfalls kann so ein Platz auch gerichtlich eingefordert werden. So steht auch unsere Gemeinde in der Pflicht genügend Plätze in den Bereichen zu schaffen. In Pansdorf gibt es derzeit nicht genügend Plätze und so hat die Verwaltung den Vorschlag gemacht, dass in dem derzeitigen Jugendtreff diese Plätze geschaffen werden und die Jugendlichen umziehen. Doch wohin ist die Frage: Soll man ein neues Gebäude auf dem Festplatz an der Skateranlage bauen? Der Jugentreff zieht nicht das erste Mal in Pansdorf um. Vor mehrereren Jahren zog man schon mal vom Kommunalen Kinderhaus in die Schule - die Jugendarbeit war begeistert - die erhofften Synergieeffekte stellten sich jedoch nicht ein. So ging es dann wieder zurück in die Räumlichkeiten und nun wieder weg? Diese Umzüge kosten immer viel Geld und so muss jetzt genau geschaut werden, wohin man mit der Jugendarbeit geht.

Ist ein neues Gebäude direkt an der Skateranlage nicht zu weit weg vom öffentlichen Geschehen? Was passiert mit dem Festplatz? Die Dorfschaft Pansdorf hat jahrelang dafür gekämpft einen solchen Platz zu bekommen. Will man diesen verkleinern?

Die BFG sieht dieses sehr kritisch und sucht nach Lösungen - wir brauchen Krippen- und Kindergartenplätze in Pansdorf und für die Jugendarbeit muss auch eine gute Lösung, auch für die Bewohner und Vereine von Pansdorf, geschaffen werden.

März 2017